Stadl-Paura: Die Solidarität hat gesiegt.
Iman und ihre Kinder dürfen bleiben!


 Manchmal gibt es auch Gutes zu melden. Vor etwa einem Jahr unterstützten wir den Appell einer Initiative in Stadl-Paura (Oberösterreich). Es ging um eine tschetschenische Familie, die nach Rußland abgeschoben werden sollte. Aus unserem damaligen Bericht:
 
Imans Mann und seine Brüder waren in Rußland mehrmals verhaftet, mit Schlägen, Elektroschocks und Hundebissen gefoltert worden; einer der Brüder kam im Gefängnis ums Leben, ein anderer wurde nach der Haftentlassung ermordet. Imans Mann und zwei seiner Brüder sind seit der letzten Verhaftung (2003) spurlos verschwunden. Offensichtlich wird die ganze Familie verfolgt. Imans Mutter und ein Bruder erhielten daher in Frankreich Asyl, eine Schwester in der Schweiz, ein Neffe in Deutschland. Ausgerechnet Österreich, das einmal für seine Judikatur berühmt war, ist aus der Reihe getanzt.“
 

Viele Menschen in Stadl-Paura waren über die drohende Abschiebung empört und entsetzt. Sie sammelten Unterschriften und riefen dazu auf, den Landeshauptmann und die Innenministerin mit E-Mails einzudecken. Asyl in Not verbreitete den Appell über unseren Verteiler. Viele unserer Leserinnen und Leser schlossen sich an. Auch Susanne Scholl, langjährige Moskau-Korrespondentin des ORF, setzte sich für die Familie ein.
 
So gelang es uns damals mit vereinten Kräften, die bevorstehende Deportation zu verhindern. Und jetzt, vor wenigen Tagen, erhielten wir aus Stadl-Paura die Nachricht vom glücklichen Ausgang dieser Kampagne:
 
Iman und ihren beiden Kindern ist das Bleiberecht (die sogenannte Rot-Weiß-Rot-Karte plus) gewährt worden. Iman hat am 1. Mai 2014 ihren Arbeitsplatz im örtlichen Altersheim angetreten, wo sie schon seit dem Sommer 2013 ehrenamtlich tätig war, um diese ihr zugesagte Arbeitsstelle nicht zu verlieren. Am 1. Juni kann die Familie ihre eigene Wohnung in Stadl-Paura beziehen“.
 
Ohne den großartigen Einsatz der lokalen Initiative wären sie ihren Verfolgern ausgeliefert worden und vielleicht nicht mehr am Leben. Allen, die sich für ihr Bleiberecht eingesetzt haben, danken wir aus ganzem Herzen! Es ist ein Beweis mehr, daß konsequenter Einsatz für die Menschlichkeit Erfolg verspricht und daß Solidarität sich lohnt.
 
Michael Genner
Obmann von Asyl in Not
20. Mai 2014

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