Stop Deportations Banner in grün und weiß

Die Jugendlichen Nigerias protestieren seit Wochen gegen Polizeigewalt und die korrupte Regierung.

Der Mord an Sleek, einem jungen Musiker, durch die Hände der SARS- Einheit bildete den Anlass für die erneuten Proteste. SARS steht für „Special Anti-Robbery Squad“, eine Spezialeinheit der Polizei, die ihre Macht missbraucht und gewaltätig ist. 
Die friedlichen Proteste gegen Polizeibrutalität wurden allerdings mit Gewalt unterdrückt.
Höhepunkt dieser staatlichen Gewalt bildet das Lekki-Massaker vom 20.Oktober 2020, wo die Armee Feuer auf die Demonstrant_innen eröffnet hat.

Aber nicht erst seit Oktober drängen die Massen auf die Straßen. Seit Jahrzehnten kommt es immer wieder zu Widerstand gegen die alltägliche Polizeigewalt. Die Polizei drangsaliert, vergewaltigt und ermordet die jungen Männer und Frauen.
Längst geht es nicht mehr nur um die Polizeigewalt alleine, geschweige denn nur #endsars, sondern die Protestierenden fordern ein Ende der korrupten, unterdrückerischen Machthaber und die Einleitung eines politischen Wandels.

Was hat das mit Österreich zu tun?

Zwischen den Geschehnissen in Nigeria und Österreich gibt es eine direkte Verbindung.
Viele Nigerianer_innen in Österreich sind aus politischen Gründen geflohen und haben hier Asyl erhalten. Aber selbst wer hier geboren ist, ist nicht vor Verfolgung sicher.
 
Nigerianische Männer* werden laufend von den Behörden schikaniert. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl nutzt jede Gelegenheit, um den berechtigten Schutz mit fadenscheinigen Gründen abzuerkennen, nimmt Nigerianer_innen monatelang in Schubhaft und deportiert sie mit Hilfe der Botschaft nach Nigeria.

Die nigerianische Botschaft in Österreich kooperiert dabei mit der korrupten Regierung, indem sie oft ungeprüft Heimreisezertifikate für Menschen ausstellt, die nach Nigeria abgeschoben werden sollen – selbst wenn es sich dabei nicht um Nigerianer_innen handelt. Nigeria ist - besonders für politische Geflüchtete – nicht sicher. Gerade Jugendliche, die abgeschoben werden, stehen im Visier der SARS/SWAT-Einheiten.

Alle diese Abschiebungen müssen verhindert werden.

Asyl in Not solidarisiert sich mit den Protestierenden in Nigeria!

Wir setzen uns für das Bleiberecht in Österreich ein!

Für einen kompletten Abschiebestopp nach Nigeria!

Deshalb kommt am 30.10.2020 um 15 Uhr zum Schwarzenbergplatz zur Solidaritätsdemo für die Protestierenden in Nigeria!

30.10.2020
ab 15 Uhr
Schwarzenbergplatz mit anschließendem Marsch zur Botschaft

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