Faschistischer Angriff auf Frauen*kundgebung und EKH

5 Fäuste am unteren Bildrand, Überschrift: Wir halten weiter zusammen

Am 24. Juni haben türkische Faschist*innen am Keplerplatz eine Kundgebung gegen Gewalt an Frauen*, organisiert von den sozialistischen und kurdischen Frauen*organisationen in Wien, körperlich und verbal angegriffen.

Damit nicht genug.
Seit dem 24. Juni organisieren sich mehrheitlich jugendliche, männliche Faschist*innen in Wien, um Linke, Frauen*, Kurd*innen anzugreifen.
Am 24. und 25. Juni attackierten sie das Wiener Ernst-Kirchweger-Haus. Die Polizei spielt den willfährigen Erfüllungsgehilfen und lässt sie gewähren. (Geht aber auch nicht aus dem Weg.)

Wir verurteilen die Angriffe der islamistisch-nationalistischen Fußtrupps, die “Ya Allah, Bismillah, Allahu Akbar” und “Recep Tayyip Erdoğan“ rufen, während ihnen online zugejubelt wird und Fans kommentieren, dass sie die Messer schon schleifen.

Die österreichischen Medien üben sich in ihrem Werk und produzieren unsägliche Rassismen, wie “Türken vs. Kurden” oder titulieren die Angriffe sogar als “Gegen-Demo”.

Es gibt jedenfalls viele Punkte, an denen Solidarische ihre Kritik ansetzen und unterstützen können.

Abschiebungen zu fordern ist aber ein absolutes No-Go!

Die türkischen Fußtrupps und ihre anzugtragenden Anführer*innen in den Moscheeverbänden und sich neuerdings als Neue Arbeiter titulierenden Parteienzusammenhängen sind von hier.

Fallt auf den dummen Spin nicht rein, dass hier irgendwer “ausländische Konflikte nach Österreich tragen” würde.

Die Grauen Wölfe, die Muslimbrüder und dergleichen sind genauso von hier wie die österreichischen Nazis und Cartellverbände.
Hakan Gördü ist genauso ein österreichisches Problem wie es Sebastian Kurz ist.

Wer hier lebt, ist von hier. Ohne Diskussion.

Es ist allerdings längst an der Zeit gemeinsam gegen die hiesigen Rechten und Konservativen vorzugehen, sie überall zu isolieren und ihre menschenverachtenden Ideologien aufzudecken!

Wenn heute eine Frauen*kundgebung von Faschist*innen angegriffen wird, dann ist es Zeit, die Solidarität, die die antirassistischen, linken Organisationen vorzuleben versuchen, vollends in die Tat umzusetzen.

Das ist kein Kampf “Kurden gegen Türken”.
Das ist ein Kampf für die Frauen*befreiung, das Ringen um eine neue alte Praxis.
Das ist ein Kampf gegen den türkischen Angriffskrieg, ohne wenn und aber.
Das ist ein Kampf gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt.

Heute und in den nächsten Tagen und Wochen sind alle aufgerufen, hier mitanzupacken.

Die österreichischen “Helfer*innen”, die afghanischen, somalischen, iranischen, nigerianischen, tschetschenischen, panafrikanischen Verbände, die Kulturvereine und Initiativen sind aufgerufen, mit uns und unseren Genoss*innen gegen die faschistischen Angriffe vorzugehen!

Denn das war erst der Anfang.
Wer seinen Hass so offen mit sich trägt, macht vor Menschenleben keinen Halt!

“Der Schoß ist fruchtbar noch
aus dem das kroch’!”
- Bertolt Brecht, “Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui”


Kübra Atasoy
Asyl in Not

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